Hey there,
this is Janosch, der kleine ausreißer. ich bin in den letzen wochen viel durch joburgs straßen gestreunt, auf der suche nach dach und brot, deshalb konnte ich euch nicht schreiben, aber ich hab euch natuerlich nicht vergessen…. wie koennte ich! ich habe jetzt zum glueck ein zuhause gefunden bei zwei komischen deutschen wuermern. es gibt jeden tag bugs und salami zum fruehstueck. naja, was mich nicht umbringt, macht mich haerter (o: werde wohl leicht veraendert bei euch aufschlagen- hab jetzt nen coolen haircut und kann mit den hueften schwingen. werdet ja bald sehen!
Ähm jaaa … das war meine durchgeknallte Mitbewohnerin Johanna, die mich eiskalt von der Tastatur gestoßen hat, um auch mal wild in die Tasten zu hämmern und hallo zu sagen
Jetzt seht ihr in was für Gesellschaft ich mich befinde
Und da ist sogar noch so einer; dieser jener hört meistens auf den Namen Max und ist ebenfalls ein Teil unserer 3er-Lebensgemeinschaft.
Tatsächlich LEBENSgemeinschaft, da unsere Leben zu einem verschmolzen sind: wir wohnen zusammen, arbeiten zusammen, essen zusammen, teilen uns ein Auto, gehen zusammen regelmäßig squashen und haben jetzt zusammengeschmissen um ein USB-Modem für zu hause zu kaufen. Daher kann ich jetzt auch grad ganz entspannt auf der Couch in unserer neuen Wohnung sitzen und mal wieder etwas schreiben. Wir wohnen hier jetzt schon seit 7 Wochen miteinander und kommen sehr gut miteinander aus: wirklich angenehm! AFS hat ein neues Auto gekauft: einen Fiat Palio (die Südafrikanische Version eines Puntos glaub ich) und eine Wohnung gemietet. Die Wohnung befindet sich in einem secured (sprich 24/7-Guards am Eingangstor + elektrischen Zaun an der Mauer: standart Sicherheitsvorkehrungen) complex im Nord-Westen von Johannesburg. Wir haben eine große Wohnküche, ein Badezimmer mit Duschwanne und 3 Schlafzimmer: Für 3 Personen sehr nett und geräumig; ich hab aber auch das größte Zimmer bekommen
Da wir jedoch nach dem Motto „Sharing is caring“ leben, werd ich bald mit Johanna, die im kleinsten Zimmer (das wirklich sehr klein ist) wohnt, tauschen.
Die Arbeit ist unverändert busy und ich bin froh, dass ich mit der 2. Tour und meinen restlichen angesparten Kompensations- und Urlaubstagen insgesamt nur noch 10 Mal ins Büro muss. Vom 30.06. bis 11.07. werde ich wieder als chaperone mit einigen Austauschschülern durch die Gegend touren – da freu ich mich schon drauf! Und dann sind’s auch nur noch 2 Wochen bevor ich mich schon wieder auf den Heimweg mache!! Verrückt, nicht?! So schnell verfliegen 11 Monate und schon bin ich wieder da – als komplett neuer Mensch und immer noch der alte Janosch … Dies hab ich gestern meinem guten Onkel Diedrich geschrieben: „Dadurch dass ich für eine Organisation arbeite, die interkulturelles Lernen fokussiert, reflektiere ich (genau wie ich die Austauschschüler dazu anhalte), wie es sein wird, wenn ich zurückfliege. Das stärkste Gefühl ist Vorfreude, aber ich bin mir sicher, dass wenn ich erstmal in Deutschland bin, es nicht lange dauern wird bis ich Südafrika mit seinen Eigenarten und meine Leute hier vermissen werde.“ Und das ist die Wahrheit.
After all war es ein super Zufall, dass ich Südafrika als eins meiner 3 Wunschländer angekreuzt hab und tatsächlich hier gelandet bin und ein Jahr verbracht hab! Viele Erfahrungen, ups und downs, ein Einblick in das erbarmungslose Arbeitsleben und die Selbstversorgung … Vieles hab ich natürlich durch Bilder dokumentiert, die ich euch lange vorenthalten habe, aber jetzt bald endlich hochladen werde (da der gute Max mir verraten hat, wie ich easy die Photos verkleinern kann).
Also schaut die nächsten Tage mal auf den picture link (selbstgesteckte Deadline: innerhalb der nächsten … ach nee, ich schreib euch noch ne Mail wenn ich sie hochgeladen hab
).
Ich hoffe, euch allen geht es wunderbar und ihr genießt einen sonnigen Sommer mit viel Liebe und Freude!
Bis bald,
Euer Janosch